Jury

Die Beurteilung der eingereichten Arbeiten erfolgt im Juli 2017 durch eine internationale Jury, die sich aus Persönlichkeiten des IOC, des IPC und der IAKS zusammensetzt.

Die Jurysitzung findet in englischer Sprache statt.


Dr. Ching-Kuo Wu
(IOC, Chinese Taipei)

Dr. Ching-Kuo Wu, Architekt und ehemaliger Basketballspieler, ist seit 1988 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees.

Er engagiert sich seit langem in Boxsportverbänden und ist seit 2006 Präsident des internationalen Boxsportverbands AIBA.

2012 wurde Dr. Ching-Kuo Wu in das Präsidium des IOC berufen. Er war und ist Mitglied verschiedener Kommissionen des IOC, darunter der IOC-Koordinationskommission für die Olympischen Sommerspiele in Peking 2008, die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016 und die Olympischen Winterspiele in Peking 2022.

Dr. Ching-Kuo Wu unterhält in Chinese Taipei ein eigenes Architekturbüro und ist Gründer und Vorsitzender mehrerer Olympischer Museen.

Für seine Verdienste um den Sport wurde er mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen verschiedener Länder, Organisationen und Universitäten geehrt.


Gilbert Felli (IOC, Schweiz)

Gilbert Felli kam im Jahr 1990 zum IOC als Direktor für Sport, Koordination der Olympischen Spiele und Zusammenarbeit mit internationalen Verbänden.

Im März 2003 wurde er zum Exekutiv-Direktor der Olympischen Spiele ernannt, eine Position, die er bis zum 31. August 2014 bekleidete. Derzeit ist er als Berater des IOC tätig.

In seinen vorherigen Positionen innerhalb des IOC war Gilbert Felli Mitglied der Evaluierungskommission für die Olympischen Spiele und Olympischen Jugendspiele 2002 bis 2020. Darüber hinaus war er seit Albertville Mitglied der Koordinationskommission der Olympischen Spiele und seit den ersten Olympischen Jugendspielen in Singapur 2010 auch Mitglied der Koordinationskommission der Olympischen Jugendspiele.

Als Exekutiv-Direktor der Olympischen Spiele war Gilbert Felli verantwortlich für die Durchführung, Koordination und Überwachung aller Aktivitäten im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen und den Olympischen Jugendspielen, von der Kandidatur der Bewerberstädte bis hin zur eigentlichen Durchführung der Veranstaltungen.

Gilbert Felli ist diplomierter Architekt und war mehrere Jahre in der Schweiz im Bausektor tätig, bevor er in die Welt des Sports wechselte.


Mark Todd (IPC, Vereinigtes Königreich)

Mark Todd ist körperbehindert und seit fünfundzwanzig Jahren im Bereich Barrierefreiheit und Inklusion für Menschen mit Behinderungen tätig.

Fünf Jahre lang war er in diesem Zusammenhang Berater der Olympischen und Paralympischen Spiele in London 2012.

In Anerkennung dieser Arbeit wurde Mark Todd 2013 im Rahmen der Queen’s New Year’s Honours List die British Empire Medal verliehen.

Zudem agierte er als Experte für Barrierefreiheit bei den Paralympischen Winterspielen in Sotschi 2014, den Glasgow Commonwealth Games 2014 und den Olympischen Spielen in Rio 2016. Aktuell fungiert er als Berater der Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Pyeongchang 2018 für die barrierefreie Gestaltung von Dienstleistungen, Anlagenbetrieb, Athletentransport, öffentlicher Verkehrsmittelplanung sowie Integration und Zugang für Menschen mit Behinderungen.

Mark Todd ist Co-Autor des vom IPC veröffentlichten technischen Leitfadens für barrierefreies Design und Mitglied im Expertenausschuss für Barrierefreiheit des IPC.


Mag. Wolfgang Becker (Universitätssportzentrum Rif, Österreich)

Wolfgang Becker ist Experte für den Betrieb und die Entwicklung von Sportanlagen.

Seit 1986 ist er Leiter des Universitäts- und Landessportzentrums Salzburg in Rif.

Von 2001 bis 2013 war er zudem als Geschäftsführer des Salzburger Fußballstadions „Red Bull Arena“ tätig, bevor er in den Aufsichtsrat der Stadiongesellschaft wechselte.

Wolfgang Becker ist Inhaber eines Master-Abschlusses in Sport und Psychologie der Universität Innsbruck. Er studierte zudem Management in den USA und ist ausgebildeter Fußball-Lizenztrainer für die österreichische Bundesliga.

Er lehrt als Dozent an der Universität Salzburg und der Privatuniversität Schloss Seeburg.


Kai-Uwe Bergmann (BIG, Dänemark)

Kai-Uwe Bergmann ist Partner bei BIG (Bjarke Ingels Group) und arbeitet an weltweiten Projekten, unter anderem in Nordamerika, Europa, Asien und dem Nahen Osten.

Er ist für die geschäftliche Entwicklung von BIG in derzeit in über 20 Ländern und die Unternehmenskommunikation verantwortlich.

Kai-Uwe Bergmann ist als Architekt in den USA (acht Bundesstaaten) und Kanada (eine Provinz) zugelassen und arbeitete zuletzt am Hochwasserschutzprojekt für die 8 Meilen lange Küstenlinie von Manhattan. Seine berufliche Arbeit ergänzt er durch Lehraufträge an der Universität Florida, der New School of Architecture in San Diego und seiner Alma Mater, der Universität Virginia. Kai-Uwe Bergmann ist zudem Vorstandsmitglied des Van Alen Institute, sitzt in zahlreichen internationalen Jurys und hält weltweit Vorträge zur Arbeit von BIG.


Ernst-Ulrich Tillmanns (4a Architekten, Deutschland)

Ernst-Ulrich Tillmanns gründete 4a Architekten im Jahr 1990, nachdem er zuvor fünf Jahre lang bei Behnisch & Partner tätig war.

4a Architekten ist ein internationales Architekturbüro mit Niederlassungen in Stuttgart und Moskau.

Der Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Planung, dem Bau und der Modernisierung öffentlicher Gebäude.

In den vergangenen 25 Jahren zeichnete 4a Architekten für die Planung und den Bau zahlreicher Freizeit- und Thermalbäder, Sport- und Wellnessanlagen, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Hotels verantwortlich.

Ernst-Ulrich Tillmanns nimmt national und international als Redner an Konferenzen und anderen Veranstaltungen teil.


Gary-Conrad Boychuk (IAKS, Kanada)

Conrad Boychuk ist leitender Direktor für Freizeit- und Sportstättenplanung bei HDR | CEI Architecture und einer der erfahrensten Planer mittelgroßer Sportanlagen mit Zuschauereinrichtungen in Kanada. Er war an Projekten in ganz Nordamerika beteiligt und hat über 40 kommunale Freizeitanlagen geplant, unter anderem Sporthallen, Fitnesscenter und Schwimmbäder.

Conrad Boychuk hat Erfahrung mit öffentlichen Beteiligungsprozessen, die fester Bestandteil kommunaler Planungs- und Entwicklungsmaßnahmen sind.

Seine Fachkompetenz und weitreichende Erfahrung in der Planung von Zuschaueranlagen und kommunalen Freizeiteinrichtungen finden sich im stetig wachsenden Portfolio kommunaler Projekte von HDR | CEI in ganz Kanada wieder. Conrad Boychuk ist Vorstandsmitglied der IAKS und nationaler Repräsentant Kanadas in der Sports and Leisure Group der UIA. Zudem war er Vorstandsmitglied der Canadian Parks and Recreation Association.


 

Klaus Meinel (IAKS, Deutschland)

Klaus Meinel zeichnet seit 2003 für die Geschäftsführung der IAKS verantwortlich.

Die IAKS ist die führende globale gemeinnützige Organisation für Experten aus der Sparte Sport-, Freizeit- und Erholungseinrichtungen.

Klaus Meinel studierte von 1988 bis 1995 an den Universitäten von Hannover (Deutschland) und Tours (Frankreich) und schloss sein Studium als Dipl.-Ing. für Landschaftsarchitektur ab. Von 1995 bis 1997 war er Referent beim Bund Deutscher Landschaftsarchitekten in Bonn und Berlin.

Im Jahr 1997 wechselte Klaus Meinel als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur IAKS am Hauptsitz der Vereinigung in Köln und wurde 2003 zum Geschäftsführer ernannt. Bis 2010 war er zudem Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Im Jahr 2015 wurde Klaus Meinel zum Generalsekretär der IAKS berufen.