Rückblick auf Tag 4 des 25. IAKS Kongresses

Innovation in Sporthallen und Indoor-Freizeitzentren

Sport, Fitness und Freizeitaktivitäten sowie kulturelle Veranstaltungen können in einer einzigen integrierten Einrichtung angeboten werden. In dieser von Gar Holohan, Gründer und Präsident von AURA Holohan Group, Irland, moderierten Session wurden neue Konzepte für Sporthallen und Freizeitzentren diskutiert.

Mike Hall, Partner bei FaulknerBrowns Architects, referierte zu kombinierten Indoor-Anlagen für die breite Öffentlichkeit und Anwohner am Beispiel eines kombinierten Schwimmbads für Freizeit- und Leistungssport. Seiner Ansicht nach bieten kombinierte Freizeitanlagen wirtschaftliche Vorteile und fördern den Wissensaustausch sowie die soziale Interaktion.

Im Anschluss sprachen Maria Keinicke Davidsen und Flemming Anders Overgaard, Inhaber von Keingart space activators, darüber, wie man klassische Sporthallen für neue Nutzergruppen attraktiv macht. Die Architekten legten den Schwerpunkt ihrer Ausführungen auf Sportanlagen, die mit kommunalen Angeboten wie Büchereien und offenen Treffpunkten kombiniert werden. Offenheit und Transparenz sind hier von besonderer Bedeutung, um die Partizipation zu fördern.

Roger Gut, Inhaber von MAJ Architekten in der Schweiz, referierte zu natürlicher Belichtung, Energieeinsparung und Mehrfachnutzung in modernen Sporthallen. Die zukünftige Herausforderung für Sporthallen liegt in der Nachhaltigkeit. Eine Mehrfachnutzung, die über die ursprünglich geplante sportliche Nutzung hinausgeht, ist ein leistungsstarker Katalysator für mehr Nachhaltigkeit. Neue technologische Entwicklungen, die ausreichend entwickelt und geprüft wurden, müssen ebenfalls Einzug in Sporthallen halten.

Abgerundet wurde die Session durch die Präsentation von Ronnie Koster, Globaler Bereichsleiter Sport bei Philips Lighting, Niederlande. Er stellte die Herausforderungen bei der Beleuchtung von Außensportanlagen vor und erläuterte, wie mit intelligenten LED-Beleuchtungssystemen die Nutzungszeiten verlängert sowie Blendung gesenkt und vermieden werden können. In der Zukunft werden sogar Smartphones in das Beleuchtungskonzept eingebunden werden als intelligentes System zur Erhöhung der Einnahmenströme.

 

Natur-, Hybrid- und Kunstrasensysteme

Den Abschluss des 25. IAKS-Kongresses bildete eine Diskussion zu den Chancen und Herausforderungen in Verbindung mit neuen Rasensystemen. Dr.-Ing. Markus Fischer, Geschäftsführender Gesellschafter von Dr.-Ing. Fischer Consult, moderierte diese Session zu modernen Natur-, Hybrid- und Kunstrasensystemen.

Dr. Harald Nonn, Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft, eröffnete die Diskussionsrunde mit seinen Ausführungen zu den Vorteilen und Herausforderungen von Natur- und Hybridrasen. Er gab einen Überblick über die Entwicklung bei Außensportfeldern in Deutschland von 2002 bis 2017 und lieferte eine Analyse der Lebenszykluskosten für unterschiedliche Sportfelder.

Aurélien Le Blan, CEO der französischen Labosport Group, stellte neue Verfahren zur objektiven Messung der Eigenschaften von Sportfeldern aus Natur- und Hybridrasen vor. Er erläuterte die Schlüsselfaktoren bei der Prüfung und Instandhaltung von Sportfeldern mittels Messung von bis zu 25 Parametern.

Martin Sheppard konzentrierte sich in seiner Präsentation zu Kunstrasen-Infill-Granulaten auf Gesundheitsprävention und Umweltauswirkungen. Kunstrasen ist unumgänglich, weil die Nutzer bestimmte Anforderungen an die Eigenschaften von Spielfeldern stellen. Infill-Granulate stehen immer wieder in der Kritik aufgrund ihrer angeblich krebserregenden Inhaltsstoffe, insbesondere wenn es um Sportflächen für Kinder geht. Als Geschäftsführer von Smart Connections Consultancy gab Martin Sheppard einen Einblick in die neusten Forschungsergebnisse zu diesem Thema und stellte Lösungen für den Umgang mit öffentlicher Kritik vor.

Alle Kongressbeiträge stehen für die Kongressteilnehmer sowie für alle Mitglieder der IAKS exklusiv zum Download bereit.