Teilnehmerrekord bei den Wölfen

Die IAKS Deutschland veranstaltete unter der Leitung von Rolf Haas vom 28. bis 29. November 2018 das jährlich stattfindende Sportfreianlagen-Seminar „Infrastruktur moderner Sportplätze“ in Wolfsburg und verzeichnete mit über 120 Teilnehmern einen neuen Rekord. Die zweitägige Veranstaltung mit dem Themendreiklang „Sportstättenentwicklung - Fördermittel - Nachhaltigkeit“ fand in der Business Ebene der VW Arena, dem Stadion des VfL Wolfsburg, statt und informierte über eine bedarfsgerechte Sportentwicklungsplanung, aktuelle Förderprogramme für Sportstätten sowie Aspekte der Nachhaltigkeit von Sportfreianlagen.

Die Vorträge stehen den Teilnehmern und exklusiv allen IAKS Mitgliedern zur Verfügung. Weitere Impressionen finden Sie in der Bildergalerie auf flickr.

Im Ausstellerdorf stellten die Unternehmen der Branche wieder ihre neuesten Produkte, Projekte und Angebote vor. Auf dem „Marktplatz der Begegnung“ bot sich für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, Informationen zur eigenen Person in Form eines Steckbriefes (Ich bin, ich biete und ich suche) auf Stellwände anzubringen. Die Idee, dadurch besser ins Gespräch zu kommen und sich gezielter zu vernetzen, wurde sehr gut angenommen, sodass der Marktplatz künftig ein fester Bestandteil der Seminarreihe sein wird.

Prof. Dr. Robin Kähler, Vorsitzender der IAKS Deutschland sowie Experte für Sportentwicklungsplanung, zeigte in seinem Einführungsreferat sieben Punkte auf, die Kommunen und Architekten bei ihren Planungen von Sportplätzen und Outdoor-Anlagen berücksichtigen sollten.

Franz-Josef Eger, Vorstandsmitglied der IAKS Deutschland sowie freischaffender Landschaftsarchitekt, stellte in seinem mit Anekdoten gespickten Vortrag den Sportstättenentwicklungsplan der Stadt Augsburg vor.

Nach einer kleinen Bewegungspause berichteten Dr. Stefan Eckl, Geschäftsführender Gesellschafter beim Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung, und Reiner Brill, Geschäftsbereichsleiter Sport der Stadt Wolfsburg, abschließend über die Planungen für ein sport- und bewegungsfreundliches Wolfsburg.

Im zweiten Themenblock standen Fördermittel und -gelder im Fokus der Referate.

„Der Sport braucht ein schönes Zuhause“, so die Einleitung von Christian Siegel, neuer Ressortleiter „Sportstätten und Umwelt“ im DOSB. Siegel stellte zunächst die erschreckenden Zahlen und Fakten sanierungsbedürftiger Sportstätten in Deutschland vor, bevor er Fördermöglichkeiten von Sportstätten auf bundesweiter und europäischer Ebene präsentierte. 

Vertiefend stellte Dr. Holger Fuhrmann die Förderprogramme des LandesSportBundes Niedersachsen vor und rief zur Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Sportentwicklungsplanung auf.

„Investitionsprogramme für Sportstätten in NRW - Das Geld ist da, aber wie kann es für die Weiterentwicklung der Sportstätteninfrastruktur genutzt werden?“ - so lautete das Thema von Detlef Berthold, Referatsleiter Sportstättenbau in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen. Berthold verdeutlichte den bundesweiten Investitionsrückstand bei Turn- und Sporthallen, betonte aber zugleich die verschiedenen Investitionsprogramme und das vorhandene Geld für Sportstätten in NRW.

Am Ende des ersten Veranstaltungstages hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, den Referenten in einer „Open-Space-Session“ offene Fragen zu stellen und sich untereinander auszutauschen. Ein besonderes Highlight war sicherlich der Magier David Lavé, der alle mit seinen Zaubertricks beeindruckte.  

Tag 2 startete mit dem dritten Themenblock Nachhaltigkeit.

Jutta Katthage, Expertin für Sportanlagen beim Bundesinstitut für Sportwissenschaft, stellte ein Bewertungsmodell für nachhaltige Sportfreianlagen vor. Dabei bedeutet eine nachhaltige Entwicklung, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Aspekten zu berücksichtigen.

Rolf Haas, stellvertretender Vorsitzender der IAKS Deutschland und Vertreter im DIN Normenausschuss Kunststoffflächen und Kunststoffrasenflächen, griff unterdessen das brisante und viel diskutierte Thema der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) in Recyclinggranulaten von Kunststoffrasen auf.

Weitere Themen waren die neue Bundesbodenschutzverordnung und deren Bedeutung für den Sportplatzbau, vorgestellt von Dr. Lutz Zabel vom SGS Institut Fresenius, sowie die Idee einer umweltverträglichen Kreislaufwirtschaft von Kunstrasen, die vom Geschäftsführer der Morton Extrusionstechnik GmbH, Jürgen Morton, eindrucksvoll vertreten wurde.

Eine Stadionführung durch die VW Arena, die von dem Head Greenkeeper des VfL Wolfsburg begleitet wurde, ein geführter Rundgang im nahegelegenen Allerpark und eine interaktive Besichtigung der VfL-FußballWelt vervollständigten das Seminar und boten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern abschließende praktische Einblicke. Das nächste Seminar dieser Reihe wird vom 27. bis 28. November 2019 in der WWK Arena in Augsburg mit den Themenschwerpunkten „Digitalisierung - Innovationen - Planung“ stattfinden.

Folgende Sponsoren, Aussteller und Kooperationspartner unterstützten die Veranstaltung: