Studienreise der IAKS Schweiz im Juni 2018 führte nach Salzburg und Innsbruck

Die IAKS Schweiz führte vom 7. bis 10. Juni 2018 eine Studienreise nach Salzburg und Innsbruck durch. Roger Gut, Präsident der IAKS Schweiz, konnte 15 Teilnehmer, davon zwei aus Wien, begrüßen. Diese Reise wurde vor allem durch die tatkräftige Mithilfe von Wolfgang Becker, Direktor des Universitäts- und Landessportzentrums Rif bei Salzburg und Vorstandsmitglied der IAKS, ein voller Erfolg. Durch seine Kontakte blieb den Teilnehmern keine Tür verschlossen und durch sein großes und vielfältiges Engagement konnte er viele Informationen aus eigener Erfahrung vermitteln.

In Salzburg stand am Donnerstag als erstes das Universitäts- und Landessportzentrum in Rif auf dem Programm. Die vielfältige Sportanlage dient der Ausbildung und dem Spitzensport. Beim Rundgang und diversen Demonstrationen konnten die Teilnehmer die Arbeitsweise im heutigen Spitzensport hautnah erleben. Im Schießraum wurde beispielsweise gezeigt, welche Daten für die Biathlonathleten am Gewehr ausgewertet werden. Ziel ist es, die Sportler leistungsbezogen voranzubringen, egal ob landeseigene oder andere. Die Sportanlage steht auch der normalen Bevölkerung für Kurse zur Verfügung.

Der bewegte Schulweg zeigt, wie sich das Problem Elterntaxi lösen lässt. Die Fahrzeuge der Eltern, die ihre Kinder zur Schule brachten, blockierten jeden Morgen die Zufahrt zum Sportzentrum. Zugunsten des bewegten Schulwegs, einem Spiel-, Balancier und Kletterpfad entlang des Sportzentrums, wollten die Kinder auf die Autofahrt verzichten. Der Rückgang der Elterntaxis um 95% ist wissenschaftlich bewiesen.

Der zweite Besichtigungstag war durch ‚Red Bull‘ geprägt. Als erstes wurde die Red Bull Nachwuchsakademie besichtigt. Die Anlage ist auf Fußball und Eishockey ausgerichtet und bildet talentierte Jugendliche zu Spitzensportlern aus. Mit zwei Eishallen, einer Fußballhalle, fünf Außenfußballfeldern und einem Unterkunfts-, Trainings- und Ausbildungsbau entstand ein Zentrum der Superlative. Einblick in die Herausforderungen des Baus und dessen Bewilligungsprozesses gab der Architekt Bernd Ramsauer bei einem Rundgang vor Ort.

Durch die Red Bull Arena, dem Fußballstadion des FC Salzburg, führte Wolfgang Becker. Als ehemaliger Stadionmanager wurde er von Alfred Denk unterstützt, der über die Entstehung des Stadions berichtete. Die Besichtigung führte vorbei am ‚heiligen Rasen‘, den Katakomben und den Zuschauerrängen.

Der Abschluss der Besichtigung führte zum Red Bull Hangar 7, einem Lokal am Salzburger Flughafen. Die Teilnehmer sahen Ausstellungsstücke des Formel 1-Rennsports und historische Flugzeuge, eine Leidenschaft des Red Bull Mäzens.

Der Tag klang mit einem klassischen Konzert auf der Festung Salzburg aus.

Nach einem touristisch geprägten dritten Tag in Salzburg reiste die Gruppe nach Innsbruck. Es ging es hoch hinaus zur Bergisel Sprungschanze, die im Sommerbetrieb mit einem Bürstenteppich ausgerüstet ist. Das Aussichtsrestaurant ist das architektonische Werk der Stararchitektin Zaha Hadid. Durch die Anlage führte ein ehemaliger Springer der österreichischen Nationalmannschaft und erzählte über seine Teilnahme an der Vierschanzentournee.

Das Olympiagelände beeindruckte mit der neuen Eishalle, der Eventhalle, die auch als Eislaufhalle nutzbar ist, und der im Außengelände befindlichen Eisschnelllaufbahn. Bei der Besichtigung des benachbarten Fußballstadions zogen die Teilnehmer einen Vergleich zum Salzburger Stadion. Beide Stadien verfügen über eine Kapazität für 30.000 Zuschauer und wurden zeitgleich für die UEFA EURO 2008 errichtet.

Zum Abschluss lockte der Eduard Wallnöfer Platz, auch Landhausplatz genannt: eine sehr kahle Betongestaltung im städtischen Raum, die als Verbindungsglied zwischen Monument und Stadthaus fungiert. Der Platz ist als Bewegungsraum für Skater gestaltet.

Alle Teilnehmer waren von den Inhalten der Reise sehr angetan. Die Vielfalt der besichtigten Anlagen, die Kombination mit einem Kulturangebot sowie die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und persönlichen Gesprächen sind die Trümpfe der Studienreise. Die IAKS Schweiz wird auch in Zukunft dieses interdisziplinäre Angebot für ihre Mitglieder fortführen.